Bestellungen sind Aufträge die mit den jeweiligen Kunden vereinbart worden sind. Bestellungen können jederzeit verändert und gelöscht werden.
Sie gehören im Wesentlichen zu den ersten Schritten in der Prozesskette einer Lieferung.
Der aktuelle Standardprozess lautet:
Shop-Bestellungen sind im Manager als Online-Shop-Bestellungen erkennbar. Wenn das Lagersystem aktiv ist, kann eine Shop-Bestellung offene Reservierungen enthalten. Diese Reservierungen reduzieren die im Shop verfügbare Menge, verändern aber den physischen Lagerbestand erst beim tatsächlichen Fulfillment.
Im Einfachmodus kannst du Versandkosten direkt in den wichtigsten Arbeitsbereichen bearbeiten. Versandkosten laufen als eigene Zeile durch die Dokumentkette und bleiben von Produktpositionen getrennt.
| Bereich | Was du bearbeiten kannst | Wann gesperrt? |
|---|---|---|
| Bestellung | Erfüllungsart, Zahlungsart, Lieferkosten | Wenn die Bestellung gesperrt ist |
| Lieferschein | Lieferkosten im offenen Lieferschein | Sobald als geliefert markiert |
| Rechnung | Lieferkosten im Entwurf | Sobald Rechnung finalisiert/gesperrt |
Wichtig: Eine sichtbare Markierung wie eingefroren an einer einzelnen Lieferkostenzeile ist nur ein Hinweis. Im offenen Lieferschein darfst du trotzdem weiter bearbeiten.
ToDo: Screenshot wird nachgereicht.
Beschreibung: Screenshot einer Bestellung mit markierter Versandkosten-Zeile im Bereich Produkt-/Summenübersicht und Hinweis auf Freeze-Status
So läuft es im Alltag:
Hinweis: Änderungen in den Firmeneinstellungen wirken auf neue oder neu berechnete Vorgänge. Bereits finalisierte Dokumente behalten ihre historischen Werte.
Die Sperrlogik verhindert rückwirkende Änderungen in bereits abgeschlossenen Geschäftsdokumenten.
Die Versandkostenzeile enthält eigene Steuerinformationen und wird in der E-Rechnung als Zuschlag übernommen.
taxCategoryCode und taxPercent steuern die steuerliche ZuordnungreasonCode dokumentiert den normierten Grund (UNTDID 7161)reason kann ergänzend für Erläuterungen verwendet werdenDas Dokument ist bereits abgeschlossen (z. B. Lieferschein geliefert oder Rechnung final). In diesem Status sind die Felder absichtlich gesperrt.
Das kann normal sein, wenn im offenen Bearbeitungsstatus noch Anpassungen vorgenommen wurden. Sobald ein Dokument abgeschlossen ist, bleiben diese Werte stabil.
reasonCode abgelehnt?In E-Rechnungen sind nur offizielle UNTDID-7161-Codes zulässig. Prüfe, ob ein normkonformer Code verwendet wurde.
Hilfestellung: Versandkosten-ReasonCodes
Damit Produkte und Versand klar getrennt bleiben. So sind Summen und E-Rechnung für Buchhaltung und Prüfung sauber nachvollziehbar.
Manchmal möchtest du Versandkosten in einer Bestellung, einem Lieferschein oder einer Rechnung manuell ändern – zum Beispiel, weil ein Kunde eine Expresslieferung wünscht oder weil du Kulanz übst.
In der Bestellbearbeitung kannst du im Einfachmodus drei Kernthemen direkt pflegen:
So gehst du vor:
Was passiert wenn …?
ToDo: Screenshot wird nachgereicht.
Beschreibung: Screenshot einer Bestellung mit markierter Versandkosten-Zeile und geöffnetem Bearbeitungsdialog
| Feld | Was du eingibst | Beispiel |
|---|---|---|
| Bezeichnung | Kurzer Name auf dem Beleg | „Standardlieferung” |
| Charge-Typ (Dropdown) | Art der Kosten | Lieferkosten (shipping) |
| Betrag netto (EUR) | Der Betrag in Zahlen | 4,90 |
| Steuerkategorie (Dropdown) | Steuersatz-Art | Regulärer Steuersatz (S) |
| MwSt.-Satz (%) | Wird automatisch passend zur Steuerkategorie gesetzt | 19,00 |
| Grundcode (Dropdown) | Warum diese Kosten anfallen | Normale Lieferkosten (FC) |
| Grund (optional) | Freitext für interne Notiz | „Express gewünscht” |
Tipp: Die Dropdowns zeigen Klartext und Code zusammen (z. B. „Normale Lieferkosten (FC)”). Die Werte kommen zentral aus der Metadatenquelle. Bei einem Ladeproblem nutzt das System sichtbare Standardwerte (Fallback).
Wenn die Bestellung auf „Abholung” gesetzt ist:
Lieferkosten im Lieferschein folgen einer klaren Regel nach Dokumentstatus:
ToDo: Screenshot wird nachgereicht.
Beschreibung: Screenshot eines abgeschlossenen Lieferscheins mit eingefrorenen Versandkosten-Feldern und Freeze-Hinweis
Auch hier gelten ähnliche Regeln:
Zusätzlich gilt:
ToDo: Screenshot wird nachgereicht.
Beschreibung: Screenshot einer Rechnung mit Hinweis „Aus Lieferschein übernommen” und Versandkosten-Feldern
Du kannst mehrere Bestellungen in der Liste markieren und in einem Schritt Lieferscheine erzeugen.
Was passiert wenn …?
Wenn eine Bestellung aus dem Endkunden-Shop kommt und das Lagersystem aktiv ist, reserviert EiLiSe verfügbare Ware für diese Bestellung.
Wichtig im Alltag:
Danach erstellt EiLiSe eine echte Lagerbewegung vom Typ Warenausgang. Im Lagerlog ist sichtbar, dass die Ausbuchung zu einer Shop-Bestellung gehört, welcher Kunde betroffen ist und welcher Mitarbeiter die Ausbuchung durchgeführt hat.
Wenn während des Checkouts ein Artikel nicht mehr verfügbar ist, sieht der Kunde eine klare Meldung und muss den Warenkorb mit aktualisierten Bedingungen erneut prüfen. Im Manager bleibt nachvollziehbar, welche Reservierungen offen, erfüllt, freigegeben oder abgelaufen sind.
| Begriff | Wann es passiert | Was es bedeutet |
|---|---|---|
| Freeze-Hinweis (Zeile) | Eine Lieferkostenzeile ist als eingefroren markiert | Sichtbarer Hinweis, aber im offenen Lieferschein kein automatischer Bearbeitungsstopp |
| Lock (Lieferschein) | Wenn der Lieferschein als geliefert markiert wird | Lieferkosten können nicht mehr geändert werden |
| Lock (Rechnung) | Wenn die Rechnung abgeschlossen/gesperrt wird | Lieferkosten sind endgültig fixiert |
Einfach gesagt: Entscheidend ist der Dokumentstatus. Offen = bearbeiten, abgeschlossen = gesperrt.
Hinweis: Änderungen an den globalen Versandkosten-Einstellungen wirken sich nur auf neue Vorgänge aus. Bereits erstellte Dokumente behalten ihre eingefrorenen Werte.
Ursache: Die Erfüllungsart wurde noch nicht ausgewählt.
Lösung: Wähle im Dropdown „Lieferung” oder „Abholung” aus, bevor du die Versandkosten bearbeitest.
Ursache: Es wurde „Lieferung” gewählt, aber kein Betrag eingetragen.
Lösung: Trage einen Betrag in das Feld „Betrag netto” ein, z. B. 4,90.
Ursache: Im Betragsfeld steht etwas, das keine Zahl ist (z. B. Text oder Sonderzeichen).
Lösung: Lösche den Eintrag und gib nur Zahlen ein. Verwende ein Komma für Nachkommastellen.
Ursache: Es wurde ein negativer Betrag eingegeben (z. B. -5,00).
Lösung: Versandkosten-Beträge müssen 0 oder größer sein. Trage einen positiven Wert ein.
Ursache: Das Dropdown „Grundcode (ReasonCode)” wurde nicht ausgefüllt.
Lösung: Wähle einen Grund aus der Dropdown-Liste, z. B. „Normale Lieferkosten (FC)”.
Ursache: Das Dropdown „Steuerkategorie” ist leer.
Lösung: Wähle die passende Steuerkategorie aus – für die meisten Fälle ist „Regulärer Steuersatz (S)” richtig.
Ursache: Das Dokument (Lieferschein oder Rechnung) ist bereits abgeschlossen und die Versandkosten sind eingefroren.
Lösung: Abgeschlossene Dokumente können nicht mehr geändert werden. Die Werte sind historisch korrekt fixiert. Falls nötig, erstelle einen neuen Vorgang.
Ursache: Die Bestellung ist auf „Abholung” gesetzt, aber es wurden Lieferkosten eingetragen.
Lösung: Lass Lieferkosten bei Abholung im Normalfall auf 0,00. Wenn dein Betrieb ausnahmsweise Zusatzkosten berechnet, nutze den dafür vorgesehenen Sonderprozess/Status.
Mahnungen werden nicht direkt in der Bestellung erstellt, sondern aus einer abgeschlossenen Rechnung.
So gehst du vor:
Die Mahnung wird als eigener Beleg gespeichert, ist der Rechnung zugeordnet und kann später erneut geöffnet oder heruntergeladen werden.
Hinweis: EiLiSe prüft in diesem Schritt nicht automatisch, ob eine Rechnung überfällig oder bezahlt ist. Die Entscheidung, ob eine Mahnung erstellt werden soll, liegt bei dir.